Männer, die für Sex bezahlen – Prävalenz und sexuelle Gesundheit

Ergebnisse aus der Bevölkerungsstudie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ (GeSiD)

Men who pay for sex: prevalence and sexual health. Results from the German Health and Sexuality Survey (GeSiD)

„Ergebnisse: 26,9 % aller Männer (95-%-Konfidenzintervall [24,7; 29,2]) gaben an, jemals für Sex bezahlt zu haben. MPS hatten im Durchschnitt M = 19,9 [16,8; 22,9] Sexualpartnerinnen und -partner im Leben, darunter M = 7,3 [5,3; 9,4] bezahlte Partnerinnen und Partner. MPS beschrieben ihren bezahlten Sex überwiegend als Vaginalverkehr in inländischen Bordellen. Bei den soziodemografischen Merkmalen unterschieden sich MPS bezüglich Alter, Migrationshintergrund und Sexualaufklärung von den nicht für Sex bezahlenden Männern (MNPS). Im Vergleich zu MNPS zeigen die Antworten der MPS eine statistisch signifikant höhere HIV-/STI-Risikobereitschaft, auch bedingt durch mehrere Sexualpartner im Vorjahr (um Alter, Migrationshintergrund, Sexualaufklärung adjustiertes Odds Ratio [AOR]: 3,55).
MPS berichteten über mehr STI-Diagnosen in den vergangenen fünf Jahren (AOR: 1,96) sowie über mehr präventive Verhaltensweisen (zum Beispiel Kondomgebrauch im Vorjahr: AOR 3,13).“

© Döring, NicolaWalter, RobertoMercer, Catherine H.Wiessner, ChristianMatthiesen, SiljaBriken, Peer

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Dtsch Arztebl Int 2022; 119: 201-7; DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0107