(Bismark/ Altmark)
Eduard Stapel war seit 1990 Mitglied der GSW. Zur Würdigung seiner Aktivitäten soll nachfolgend auf einige ausgewählte Berichte hingewiesen werden: https://www.mdr.de/geschichte/ddr/alltag/familie/gleichgeschlechtlich-ehe-fuer-alle-schwule-lesben-100.html
Eduard Stapel gründete im April 1982 mit Christian Pulz und Matthias Kittlitz den Arbeitskreis Homosexualität der Evangelischen Studentengemeinde (ESG) Leipzig, den ersten dieser Art in der damaligen DDR. Weitere Informationen über ihn unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Stapel
In: © DGDB – Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern https://ghdi.ghi-dc.org/pdf/deu/Chapter10Doc15.pdf nachzulesen ist ein 1994 von Kurt Starke geführtes Interview mit Eduard Stapel zu „Homosexualität in der DDR“.
In Ergebnis seiner jahrelangen akribischen Durchsicht der über ihn nach 1990 in verschiedenen Archiven gefundenen zahlreichen Berichte (insgesamt über 1000 Seiten!), verfasste Eduard Stapel folgerichtig die Publikation: „Warme Brüder gegen kalte Krieger. Schwulenbewegung in der DDR im Visier der Staatssicherheit“ © Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Sachsen-Anhalt, Magdeburg 1999 (Betroffene erinnern sich. Teil 10).
Am 05. Juli 2017 erschien in der „Leipziger Volkszeitung“ der Artikel: „Traum erfüllt, Pfarrer durfte er nicht werden. Eduard „Eddi“ Stapel war Vorreiter für die Ehe für alle und bezahlte mit Berufsverbot / vor 35 Jahren versammelte er erstmals in der DDR Gleichgesinnte“. Eduard Stapel verstarb nach schwerer Erkrankung am 03.09.2017.
Posthum erfolgte auf Vorschlag des Vorstandes der GSW durch das Gremium Mitgliederversammlung satzungsgemäß die Ernennung zum Ehrenmitglied der Gesellschaft für Sexualwissenschaft e.V.
Weitere Berichte über den Bürgerrechtler Eduard Stapel:
http://www.175-geschichte.de/index.php/ddr/biografien/23-eduard-stapel