Prof. Dr. rer. pol. habil. Kurt Starke

(Zeuckritz)

Aufgrund seiner wissenschaftlichen Publikationen und seiner authentischen Präsenz in den klassischen Medien Presse, Funk und Fernsehen wurde der Sozialwissenschaftler, Jugend- und Sexualforscher und Autor Prof. Kurt Starke zu einer herausragenden öffentlichkeitswirksamen und bekannten Persönlichkeit in der Sexualwissenschaft – vor allem in Ost- und Mitteldeutschland.

Persönliche Daten und beruflicher Werdegang: geboren am 13. Mai 1938 in Königshain bei Mittweida (Sachsen); Studium, Diplom und Promotion an der Karl-Marx-Universität Leipzig; Habilitation und Professur für Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin; Forschungsdirektor und Leiter der Abteilungen Studentenforschung und Partner- und Sexualforschung am Zentralinstitut für Jugendforschung Leipzig.

Die Gesellschaft für Sexualwissenschaft verlieh ihrem Gründungsvorsitzenden 2003 die Ehrenmitgliedschaft, Kurt Starke leitete die GSW bis 2000 mit großem Engagement. Ein Resümee seines Wirkens können Sie nachlesen unter: https://sexualwissenschaft.org/zum-80-geburtstag-von-kurt-starke-weder-kinsey-noch-freud-wir-hatten-unsere-eigenen-massstaebe/

In seiner Grußbotschaft anläßlich der Jubiläumstagung erinnerte Prof. Starke an den Grundkonsens der GSW bereits bei deren Gründung: „immer den ganzen Menschen zu sehen, als wissenschaftliche Gesellschaft komplex zu denken und den sinnlichen Menschen und seine sexuellen Gefühle zu schützen.“ Zusammenfassend verdeutlichte er aufgrund seiner zahlreichen in über 50 Jahren durchgeführten Studien die wichtigste Funktion der Sexualität für die meisten Menschen: die Funktion der Nähe. „Mittels des Sexuellen werden lntimität und Vertrautheit gewünscht, wird Nähe gesucht, die anders so nicht zu finden ist und die lsoliertheit zweier lndividuen aufhebt.“ © K. Starke 25.10.2025

Weitere Informationen von und über Prof. Kurt Starke neben den mehrfach im Internet über Suchmaschinen und mittels KI zu findenden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Starke_(Sexualwissenschaftler)

Publikationen:

Deutsche Nationalbibliothek: Katalogeinträge zu Kurt Starke
https://portal.dnb.de/opac/simpleSearch?query=Prof.+Kurt+Starke

Buchveröffentlichungen (Auswahl):

Kurt Starke: Junge Partner. Tatsachen über Liebesbeziehungen im Jugendalter. Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag 1980, 1981.

Kurt Starke und Walter Friedrich: Liebe und Sexualität bis 30. Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften 1984, 1986, 1987, 1989.

Kurt Starke: Schwuler Osten. Homosexuelle Männer in der DDR. Mit einer Einleitung von Bert Thinius und einem Interview mit Eduard Stapel. Berlin: Ch. Links Verlag 1994.

Kurt Starke: Sex hoch drei. 216 Fragen und Antworten zum Liebesleben. Berlin: Neues Leben 1995.

Walter Friedrich, Peter Förster, Kurt Starke: Das Zentralinstitut für Jugendforschung Leipzig 1966-1990. Geschichte, Methoden, Erkenntnisse. Berlin: edition ost 1999.

Lykke Aresin und Kurt Starke: Lexikon der Erotik. München: Knaur 1996, 1997, 1998, 2005, 2007

Kurt Starke: Fit for Sex Power? Eine sexualwissenschaftliche Untersuchung zu BRAVO GiRL! . Frankfurt am Main: Peter Lang 2001.

Kurt Seikowski und Kurt Starke: Sexualität des Mannes. Leipziger Texte zur Sexualität, Band 9. Lengerich: Pabst Science Publishers 2002.

Kurt Starke: Mehr Lust an der Lust. Ein Ratgeber nicht nur fürs Bett. Berlin: Das Neue Berlin 2004.

Kurt Starke: Nichts als die reine Liebe. Beziehungsbiographien und Sexualität im sozialen und psychologischen Wandel: Ost-West-Unterschiede. Lengerich: Pabst Science Publishers 2005.

Gunter Schmidt, Silja Matthiesen, Arne Dekker, Kurt Starke: Spätmoderne Beziehungswelten. Report über Partnerschaft und Sexualität in drei Generationen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006.

Kurt Starke und Hans-Joachim Ahrendt: Last oder Lust? Sexualität in der Postmenopause. Jena: Jenapharm 2009

Kurt Starke: Pornografie und Jugend. Jugend und Pornografie. Lengerich: Pabst Science Publishers 2010.

Starke, Kurt: Varianten der Sexualität. Studien in Ost- und Westdeutschland. Lengerich: Pabst Science Publishers 2017.