S3-Leitlinie Geschlechtsdysphorie/ Geschlechtsinkongruenz/ Trans-Gesundheit AWMF 138/001

 

Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) hat unter der Registriernr. 138/001 am 09.10.2018 die S3 Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung von Geschlechtskongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit veröffentlicht. Unter Federführung der Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern von 14 verschiedenen Fachgesellschaften in den letzten 5 Jahren diese Leitlinie auch unter Beteiligung der Gesellschaft für Sexualwissenschaft (GSW) erstellt (PD Dr. rer. nat. K. Seikowski), 7 weitere Fachgesellschaften waren an der Leitlinie beteiligt. Die Leitlinie ist gültig bis 08.10.2023 und soll dann überarbeitet werden. Die Gesellschaft für Sexualwissenschaft e.V. (GSW) hat entsprechend Vorstandsbeschluß am 05. Juni 2018 den Inhalten dieser S3-Leitlinie zugestimmt. GSW-Mitglieder können nach entsprechendem Login im internen Mitgliederbereich dieser Website mehr dazu erfahren.

Die Leitlinie gibt es in der Langform hier auf der Homepage der AWMF zum Download. Den Leitlinienreport stellt die AWMF hier zur Verfügung.

Nach dem System der AWMF werden Leitlinien in vier Entwicklungsstufen von S1 bis S3 entwickelt und klassifiziert, wobei S3 die höchste Qualitätsstufe der Entwicklungsmethodik ist. Eine Beschreibung der Bedeutung von Leitlinien in der heutigen Medizin finden Sie hier auf Wikipedia.

Paul-Ehr­lich-Institut und Bundesgesundheits­ministerium informieren über HIV-Selbsttest

„Am 21. September hat der Deutsche Bundesrat den freien Verkauf von HIV-Selbsttests beschlossen. Ein Online-Beratungsangebot zu den Tests haben das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorgestellt. Es wird am 29. September freigeschaltet. „Wir wollen Menschen unterstützen, die sich freiwillig auf HIV testen wollen“, sagte Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU).“

Weiter im Deutschen Ärzteblatt online lesen.

Tagung „Sexuelle Bildung, Heterogenität und Inklusion“ am 16. und 17.11.2018 in Köln

An der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln findet im Rahmen des Projektes InseB „Inklusive sexuelle Bildung für angehende Pädagog*innen“ am 16. und 17. November 2018 eine Tagung mit dem Thema „Sexuelle Bildung, Heterogenität und Inklusion“ statt. Das Verbundprojekt „SeBiLe – Sexuelle Bildung für das Lehramt“ von Universität Leipzig und Hochschule Merseburg wird in Köln vorgestellt. An diesem Projekt sind auch mehrere GSW-Mitglieder beteiligt, siehe News dieser Website vom 19. April 2018.

Den Flyer mit den Inhalten der Tagung in Köln, sowie die Anmeldeformalitäten finden Sie auf der Homepage der Universität zu Köln.

Geburtenregister: Bundeskabinett beschließt dritte Geschlechtsoption

Im Geburtenregister soll künftig der Eintrag einer dritten Geschlechtsoption möglich sein. Das Bundeskabinett beschloss einen Gesetzentwurf, der neben „männlich“ und „weiblich“ auch den Eintrag „divers“ vorsieht. Die Große Koalition setzt damit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 um. Darin wurde die geltende Regelung als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes gewertet. Bis Ende 2018 muss die Gesetzesänderung umgesetzt sein.

Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1520 / B-1280 / C-1272

Weiter im Deutschen Ärzteblatt online lesen.

Gut zu wissen: 7 Fortbildungspunkte für die Jahrestagung der GSW am 27.10.2018

Das Referat Fortbildung der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK) hat die Jahrestagung der GSW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt und mit 7 Punkten der Kategorie A für das Fortbildunsgzertifikat eingestuft! Am 27.10.2018 teilnehmende Ärzt*innen bitte nicht vergessen persönliche Barcode-Etiketten der jeweiligen Landesärztekammer mitzubringen. Diese Fortbildungspunkte werden auch von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer OPK anerkannt!

weiter zum Programm der Tagung.